Die italienische Regierung prüft am heutigen Mittwoch einen Plan der Regierung von Premier Mario Draghi für ein neues milliardenschweres Paket zur Ankurbelung der Konjunktur. Vorgesehen ist eine Unterstützung für die Wirtschaft im Volumen von 40 Milliarden Euro, berichteten italienische Medien. Die zusätzlichen Hilfen dürften das Budgetdefizit in diesem Jahr über 10 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) treiben. Im vergangenen Jahr hatte das Defizit 9,5 Prozent betragen.

Das zweite Konjunkturpaket seit Beginn der Ära Draghi soll Stützungsmaßnahmen für die nächsten zwei Monate zugunsten jener Sektoren enthalten, die bisher besonders stark die Krise zu spüren bekommen haben. Das erste vor drei Woche verabschiedete Paket enthielt Maßnahmen in der Größenordnung von 32 Milliarden Euro.

Regionenministerin Maria Stella Gelmini erklärte sich überzeugt, dass dank voranschreitender Impfkampagne und sinkender Infektionszahlen im Mai ein Großteil der derzeit geschlossenen Betriebe wieder öffnen können. "Mai wird der Monat des Neustarts für alle Wirtschaftsbereiche sein. Alle Ministerien sind mit der Vorbereitung von Sicherheitsprotokollen beschäftigt, dank denen Tourismus, Kulturevents und Messen wieder starten können", erklärte die Ministerin.

Premier Draghi muss sich dieser Tage auch mit dem "Recovery Plan", dem umfangreichen Investitionsprogramm aus dem EU-Aufbaufonds, befassen. Der Plan muss bis Ende April der EU-Kommission vorgelegt werden. (apa)