Die Firmen, die Covid-19-Impfstoffe entwickelt haben, von Pfizer über Johnson&Johnson und Moderna bis zu AstraZeneca gehören laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) zu den Top 50 der weltweit innovativsten Unternehmen. Die Spitzenplätze machen die amerikanischen Technologiekonzerne Apple, Alphabet, Amazon, Microsoft und Tesla aber unverändert unter sich aus. Insgesamt sind Pharmaunternehmen in der Liste, die nur sehr große Firmen umfasst, stark vertreten.

Die Liste mit den 50 innovativsten Unternehmen wird vom Beratungsunternehmen BCH seit 2005 ein Mal pro Jahr veröffentlicht. Heuer wurde Pfizer "die Innovationsgeschichte des Jahres" zugesprochen, gemeinsam mit Moderna. Pfizer sei in der Lage gewesen, gemeinsam mit BioNTec die Entwicklung für den Impfstoff auf ein Jahr zu verkürzen und die Produktionskapazitäten in kürzester Zeit massiv auszubauen. Abbott Labs and Bosch, ebenfalls unter den Top-50, werden dafür gelobt, Corona-Tests in kürzester Zeit entwickelt zu haben.

Innovativ = divers

Die Pandemie habe laufende Trends beschleunigt und die Wichtigkeit von Innovation verdeutlicht, so die Studie. Innovation zähle mittlerweile für 75 Prozent der befragten Führungskräfte zu den drei wichtigsten Prioritäten innerhalb ihres Unternehmens. Dies bedeute ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozentpunkte.

Die Entwicklung zeige, dass die Führung der 50 innovativsten Firmen tendenziell eine höhere Diversität bei Geschlecht und Herkunft hat. Aber während sich zeigt, dass Unternehmen, die neu in die Liste kommen mehr Diversität haben als die 1.000 größten Firmen insgesamt, gebe es keine belastbaren Belege dafür, dass sie, einmal an der Spitze angekommen, ihre Diversität noch erhöhen. Boston Consulting schließt daraus, dass zwar Diversität zu mehr Innovation führt, innovative Firmen aber bei der Rekrutierung nicht unbedingt auf eine Erhöhung der Diversität achten. (apa)