Die norditalienische Region Venetien macht Druck auf die Regierung in Rom für die Abschaffung der Quarantäne für geimpfte Ausländer, die als Touristen einreisen. "Uns droht ansonsten die Gefahr, unzählige Gäste zu verlieren. Wir können nicht länger warten. Tourismus ist der Wirtschaftsmotor unserer Region. 68 Prozent unserer Touristen sind Ausländer", sagte der Präsident Venetiens, Luca Zaia, nach Medienangaben.

"In Zusammenhang mit Tourismus soll sofort das Thema der Quarantäne überdacht werden. Ein ausländischer Tourist der geimpft ist, soll sich keiner Quarantäne unterziehen müssen", forderte Zaia.

Einreisende aus EU-Ländern müssen in Italien weiterhin nicht nur einen negativen Coronatest vorlegen, sondern auch für fünf Tage in Quarantäne. Am Ende der verpflichtenden Heimquarantäne muss ein weiterer Covid-Test durchgeführt werden. Die Maßnahme gilt bis zum 30. April.

Um 60 Prozent weniger österreichische Touristen

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der österreichischen Touristen in Venetien um rund 60  Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Übernachtungen von Österreichern sank von 3,8 Millionen Nächtigungen im Jahr 2019 auf 1,5 Millionen im vergangenen Jahr, berichtete Zaia. Heuer hofft die Region wieder verstärkt auf österreichische Besucher. Der Tourismus generierte in Venetien im Jahr vor der Epidemie 18 Mrd. Euro. 2019 hatte die Region 48 Millionen Übernachtungen gemeldet. (apa)