Der größte US-Ölmulti ExxonMobil hat nach einer Verlustserie in der Corona-Krise zu Jahresbeginn erstmals seit Ende 2019 wieder Gewinn gemacht. In den drei Monaten bis Ende März verdiente Exxon unterm Strich 2,7 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro), wie der Konzern am Freitag in Irving mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Bilanz ein Minus von 610 Millionen Dollar ausgewiesen. Insgesamt war 2020 ein Verlust von über 20 Milliarden Dollar angefallen.

Der Start ins neue Jahr verlief dank kräftig gestiegener Ölpreise weitaus besser. Exxon erhöhte den Umsatz um rund fünf Prozent auf 59,1 Milliarden Dollar und steigerte die Ölproduktion zum Vorquartal um drei Prozent auf 3,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Dennoch reagierte die Aktie vorbörslich zunächst mit leichten Verlusten. Der Kurs hatte seit Jahresbeginn aber auch schon um 43 Prozent zugelegt.

Gewinneinbruch beim Konkurrenten Chevron

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron hat zu Jahresbeginn trotz höherer Rohstoffpreise deutlich weniger verdient. Im ersten Quartal brach der Gewinn im Jahresvergleich um über 60 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) ein, wie Chevron am Freitag mitteilte. Ein Wintersturm in Nordamerika verursachte starke Produktionsausfälle. Insgesamt fiel Chevrons Ölproduktion um vier Prozent auf 3,1 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag.

Erschwerend hinzu kam, dass die Gewinnspannen im Raffineriegeschäft deutlich zurückgingen. Außerdem musste der Konzern hohe Sonderbelastungen durch Pensionskosten und Rückstellungen für rechtliche Auseinandersetzungen verkraften. So blieb am Ende trotz einer leichten Umsatzsteigerung auf 32,0 Milliarden Dollar wesentlich weniger Gewinn übrig als vor einem Jahr. Bei Anlegern kamen die Zahlen nicht gut an. Die Aktie geriet vorbörslich deutlich ins Minus. (dpa)