Die US-Wirtschaft könnte in diesem Jahr nach Zentralbankschätzungen um sieben Prozent wachsen und damit so stark wie seit Anfang der 1980er Jahre nicht mehr. Der Präsident des Notenbank-Ablegers in New York, John Williams, sprach am Montag von einem "willkommenen Fortschritt nach der härtesten Zeit für die Wirtschaft" in der jüngeren Geschichte. Die Wirtschaft habe bis zu einer vollständigen Erholung von der Coronakrise aber noch "einen langen Weg vor sich".

Die Pandemie hatte die US-Wirtschaft im vergangenen Jahr in eine historische Krise gestürzt. Inzwischen ist die größte Volkswirtschaft der Welt wieder auf Wachstumskurs. Das liegt auch an einer Niedrigzinspolitik der Notenbank und an massiven staatlichen Hilfen.

Williams versuchte am Montag, wachsende Ängste vor einer hohen Inflation zu dämpfen. Auf die ansteigenden Preise, die der einmaligen Situation infolge der Pandemie geschuldet seien, dürfe nicht "überreagiert" werden. Die Inflation war im März auf 2,3 Prozent angestiegen. Williams sagte, der Preisanstieg dürfte im nächsten Jahr auf das Zentralbankziel von zwei Prozent zurückfallen.