Die G7-Staaten haben sich laut der deutschen Kanzlerin Angela Merkel nicht auf ein konkretes Enddatum für den Kohleausstieg in ihren Ländern geeinigt. Aus dem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Entwurf der Gipfel-Abschlusserklärung der wichtigsten westlichen Industriestaaten geht aber hervor, dass man in den 2030er Jahren "ganz überwiegend" aus der Kohlenutzung bei der Energieerzeugung aussteigen wolle. Zudem wollen G7-Länder ihre finanzielle Unterstützung für die Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel verstärken. Den ärmeren Ländern waren 100 Milliarden Dollar jährlich versprochen worden, hier gibt es aber immer noch Finanzierungslücken. Ein Regierungssprecher teilte mit, dass Deutschland seinen Anteil an der Klimafinanzierung "bis spätestens 2025 von vier auf sechs Milliarden Euro jährlich" erhöhen wolle.

Merkel sagte, es sei ein ganz wichtiges Signal, dass sich die G7-Staaten zum Ziel bekannt hätten, dass die Erderwärmung nicht über 1,5 Grad steigen dürfe. "Das ist schon ein starkes Bekenntnis." Deutschland gehe hier gutem Beispiel voran, meinte sie mit Blick auf die deutschen Beschlüsse, bis 2045 klimaneutral zu werden. Österreich will dieses Ziel bereits 2040 erreichen.