An den europäischen Aktienmärkten zeichnen sich am Montag nochmals klare Verluste ab. Gemessen am X-DAX wird der DAX knapp eine Stunde vor der Xetra-Eröffnung 0,9 Prozent tiefer erwartet. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 wird mit mehr als einem Prozent im Minus gesehen. Damit dürfte der Kursrutsch vom vergangenen Freitag, als der große Verfall an den Terminbörsen seine Spuren hinterließ, in der neuen Woche zunächst weiter gehen.

Derzeit treiben Sorgen vor einer doch früher als gedachten US-Zinserhöhung und die Gefahren der Corona-Variante Delta die Anleger um. "Wir sehen Gewinnmitnahmen in großem Stil", sagte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Er beobachtet eine deutlich erhöhte Nervosität an den Weltbörsen. So lieferten die Börsen in den USA und Asien auch jeweils klar negative Vorgaben.

Warten auf den Mittwoch

Datenveröffentlichungen, die Einfluss auf die Markterwartungen haben, stehen erst ab Mittwoch auf dem Programm, hieß es von den Helaba-Experten in einem aktuellen Kommentar.

Auf Unternehmensseite einen Blick wert sein könnte der Autobauer Volkswagen mit seiner Sportwagentochter Porsche, die gemeinsam mit der Fraunhofer-Ausgründung Customcells ein Werk für Hochleistungs-Batteriezellen schaffen will. Laut Händlern könnte dies auch Auswirkungen auf Varta haben, da einige am Markt vielleicht auch auf den MDAX-Konzern als Partner gehofft haben könnten. Varta gab vorbörslich um 1,5 Prozent nach, die VW-Aktie lag aber auch mit etwa einem Prozent im Minus.

In der DAX-Familie gibt es an diesem Montag das nächste Stühlerücken in der zweiten und dritten Liga. Ab sofort gehört Auto1 anstelle des Wafer-Herstellers Siltronic zu den MDAX-Mitgliedern. Im DAX gibt es vorerst keine Änderungen, bevor der Leitindex im September von 30 auf 40 Werte aufgestockt wird. (apa)