Die US-Wirtschaft hat im Juni mehr Jobs geschaffen als erwartet. Landesweit kamen außerhalb der Landwirtschaft nach Angaben des US-Arbeitsministeriums von Freitag 850.000 Stellen hinzu. Die Arbeitslosenquote stieg demnach gegenüber dem Vormonat dennoch leicht um 0,1 Punkte auf 5,9 Prozent.

Analysten hatten nur mit einem Zuwachs von im Schnitt 720.000 Stellen gerechnet. Besonders viele Stellen seien im Freizeit- und Gastgewerbe, im Erziehungswesen sowie im Einzelhandel hinzugekommen, hieß es. Bei der Arbeitslosenquote hatten Analysten im Schnitt mit einen Rückgang auf 5,6 Prozent gerechnet.

Im April hatte es einen herben Dämpfer gegeben: Außerhalb der Landwirtschaft kamen lediglich 266.000 Stellen hinzu. Experten hatten mit einem Zuwachs von einer Million gerechnet. Im Mai besserte sich die Lage dann - mit einem Plus von 559.000 Stellen, viele davon im Gastgewerbe.

Immer noch viele Menschen ohne Job

US-Präsident Joe Biden hatte angesichts der Mai-Zahlen von "großartigen Nachrichten" gesprochen - und von "historischen Fortschritten" auf dem Weg aus der Wirtschaftskrise. Am Freitag wollte er sich zu den aktuellen Zahlen äußern.

Die Pandemie hatte die US-Wirtschaft hart getroffen: Die Beschäftigung brach im Frühjahr 2020 im Rekordtempo ein. Seitdem erholt sich der Arbeitsmarkt zwar, allerdings sind immer noch viele Amerikaner ohne Job. (dpa)