Der niederländische Chipindustrie-Ausrüster ASML hat nach einem weiter starken Geschäft im zweiten Quartal die Prognose für 2021 erneut angehoben. Der Umsatz soll im laufenden Jahr jetzt um rund 35 Prozent steigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Konzern hatte erst im April bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal die Prognose für das Umsatzplus auf rund 30 Prozent erhöht.

ASML kündigte zudem den Rückkauf von eigenen Aktien im Volumen von bis zu 9 Mrd. Euro Ende 2023 an.

Die ASML-Anteile gehören seit Jahren zu den Höhenfliegern am Aktienmarkt. Alleine heuer legte der Börsenwert um fast die Hälfte auf 244 Mrd. Euro zu. Damit ist ASML nach dem französischen Luxusgüterunternehmen LVMH das zweitwertvollste Unternehmen der Eurozone. ASML profitiert mit seinen Anlagen zur Chipherstellung stark vom aktuellen, weltweiten Halbleitermangel. Chiphersteller bauen ihre Kapazitäten daher deutlich aus.

 

53 Prozent Überschuss bei Software AG

Die Software AG hat trotz der Umstellung auf Abo-Modelle im zweiten Quartal deutlich zugelegt. Mit gut 218 Millionen Euro lag der Umsatz um 7 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Sowohl das Geschäft mit Datenbanksoftware (A&N) als auch mit Integrationssoftware (DBP) warfen mehr ab.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (bereinigtes Ebita) sprang sogar um 47 Prozent auf fast 61 Mio. Euro nach oben, so dass sich die Marge von 20,2 auf 27,8 Prozent verbesserte. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss wuchs um 53 Prozent auf gut 33 Mio. Euro. Das Management um Vorstandschef Sanjay Brahmawar sieht das Unternehmen daher auf Kurs zu seinen Zielen für 2021 und die Jahre bis 2023. (apa)