Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Früh 75,65 US-Dollar (63,72 Euro). Das waren 40 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 43 Cent auf 73,19 Dollar. Die Preise rangieren damit klar unter ihren Anfang Juli erreichten Mehrjahreshochs.

Delta-Variante belastet Nachfrage

Für Belastung am Ölmarkt sorgt aktuell immer wieder die Ausbreitung der Corona-Delta-Variante. Insbesondere in Asien haben einige Länder wieder schärfere Gegenmaßnahmen ergriffen und die Beschränkungen des öffentlichen Lebens verstärkt. Hierdurch werden die Konjunktur und damit auch die Erdölnachfrage belastet.

In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern kommt erschwerend hinzu, dass dort oft weniger Menschen geimpft sind als in den großen Industriestaaten. Auf diesen Umstand hat unlängst auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hingewiesen und die Wachstumserwartungen für die Länder schwächer bewertet. Einige dieser Länder sind auch große Ölnachfrager, beispielsweise Indien. (apa)