Nach einem Feuer in einer Verarbeitungsanlage in Sibirien reduziert der Energiekonzern Gazprom den Gasexport in den Westen. Laut Berichten russischer Medien wurde der Transport über Belarus und Polen mit Freitag auf eine Million Kubikmeter pro Tag halbiert. Die Ostseepipline Nord Stream 1 und die Ukraine führen zurzeit noch die vorherigen Mengen. 

Betroffene Anlage hätte bereits ersetzt werden sollen

Verminderte Liefermengen über die Gaspipeline, die von der Jamal-Halbinsel über Belarus bis nach Deutschland führt, hätte der Gasmonopolist bereits für das vierte Quartal dieses Jahres geplant.

Bei dem Feuer nahe der westsibirischen Stadt Nowy Urengoi wurde laut Behörden niemand verletzt. Die Brandursache ist Gegenstand von Ermittlungen. Nach früheren Angaben des Unternehmens hätte die betroffene Verarbeitungsanlage in den kommenden Jahren ersetzt werden sollen. Experten erwarten daher, dass die beschädigte Anlage nicht repariert werde. (apa)