Der Aufschwung in der Euro-Zone hat im August etwas an Schwung verloren, bleibt aber dank der Corona-Lockerungen kräftig. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 0,7 auf 59,5 Punkte, wie das Institut Markit IHS am Montag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer hielt sich aber klar über der Marke von 50, ab der es Wachstum anzeigt. Ökonomen hatten mit 59,7 Zählern gerechnet.

"Der Wirtschaftsaufschwung der Euro-Zone hat im August seine beeindruckende Dynamik beibehalten", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Obwohl die Ausbreitung der Delta-Variante in der gesamten Region weitreichende Probleme verursachte, die Nachfrage dämpfte und weitere Lieferprobleme verursachte, profitierten die Unternehmen von den deutlichsten Lockerungen der Corona-Restriktionen seit Ausbruch der Pandemie."

Lieferverzögerungen machen Probleme

Lieferverzögerungen führen jedoch weiterhin zu Problemen. So sind viele Unternehmen häufig nicht in der Lage, die Nachfrage zu befriedigen. Gleichzeitig ziehen die Kosten an. Das führte abermals zu einem "rekordverdächtigen Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise für Güter und Dienstleistungen", sagte Williamson. Zugleich gebe es aber auch Anzeichen dafür, dass der Inflationsdruck seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht haben könnte.

Die Betriebe stellten erneut deutlich mehr Mitarbeiter ein. "Dies spiegelt die Bemühungen der Unternehmen wider, ihre Betriebskapazitäten zu erhöhen und die Nachfrage zu befriedigen, was letztlich zu einem weiter nachlassenden Preisdruck beitragen dürfte", sagte der Chefvolkswirt. (Reuters)