Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat in den Niederlanden einen Rückschlag erlitten. Das Bezirks-Gericht Amsterdam urteilte am Montag, die Fahrer seien Angestellte des US-Konzerns und nicht selbstständige Auftragnehmer. Aus Sicht der niederländischen Richter stehen deshalb den Uber-Fahrern dieselben Rechte zu, auf die sich Gewerkschaften mit Taxi-Unternehmen geeinigt haben. Da dies aber nicht geschehen sei, verhängten sie eine Geldstrafe von 50.000 Euro gegen den Fahrdienstvermittler. In bestimmten Fällen hätten die Fahrer zudem Ansprüche auf nachträgliche Zahlungen des Konzerns, urteilten die Richter. Uber kündigte umgehend an, das Urteil anzufechten.

Vergangenen Februar hatte Uber einen ähnlichen Prozess in Großbritannien verloren. Im März kündigte das US-Unternehmen daraufhin an, die Rechte seiner über 70.000 britischen Fahrer zu verbessern und den Mindestlohn anzuheben. (reuters)