Fehlende globale Solidarität lähmt nach Ansicht der Vereinten Nationen die Erholung der Weltwirtschaft. "Wenn es uns nicht gelingt, Ungleichheiten abzubauen, belasten wir den wirtschaftlichen Fortschritt für alle Menschen in allen Ländern", so UN-Generalsekretär António Guterres am Montag bei einer virtuellen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die vergangenen zwei Jahre hätten gezeigt, dass der Weg aus der Pandemie nur darüber gehe, dass kein Land zurückgelassen werden.

Genau dies passiere aber, vor allem bei der ungerechten Verteilung der Impfstoffe, so Guterres. In reicheren Ländern seien die Impfraten sieben Mal höher als in afrikanischen Staaten. Ärmere Länder müssten in die Lage versetzt werden, selbst Vakzine nachzuproduzieren, genauso wie Tests oder Arzneien. Zudem müsse das globale Finanzsystem reformiert werden und Schuldenschnitte für verschuldete Staaten ausgehandelt werden. Auch müsse es endlich entscheidende Schritte gegen die Klimakrise geben, Extremwetter habe allein im vergangenen Jahr 120 Milliarden Dollar (105 Milliarden Euro) an Schäden angerichtet und 10.000 Menschenleben gefordert. (apa, dpa)