Alternative Antriebe sind in der Europäischen Union weiter auf dem Vormarsch. Bei knapp zwei Fünftel aller neu zugelassenen Autos handelte es sich 2021 um einen Hybrid, Plug-in oder ein Elektro-Fahrzeug, wie der europäische Branchenverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Zwar dominieren damit weiter die konventionellen Verbrenner, doch ist ihr Anteil inzwischen auf rund 60 Prozent geschrumpft.

Der Chipmangel in der Autoindustrie hat im abgelaufenen Jahr vor allem die Verkäufe von Dieselfahrzeugen und Benzinern einbrechen lassen.

Auch im Schlussquartal registrierte der Verband in den EU-Ländern bei den Neuzulassungen mit herkömmlichem Antrieb hohe prozentual zweistellige Rückgänge. Der Marktanteil bei Benzinern und Dieselfahrzeugen rutschte im vierten Quartal 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sogar noch weiter ab.

Dagegen erfreuten sich von Oktober bis Dezember vor allem die Fahrzeuge mit Elektrobatterie wachsender Beliebtheit, sie verzeichneten bei den alternativen Antrieben das stärkste Wachstum. Insgesamt wurden hiervon verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 24,9 Prozent mehr neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 310.000 Fahrzeugen - rund zwei Drittel davon entfielen auf Deutschland, Frankreich und Italien.

Hybrid-Fahrzeuge konnten in den letzten drei Monaten des Jahres 2021 zwar mit rund 439.000 Stück nur noch moderat um 0,4 Prozent zulegen, nachdem im Vorjahresquartal noch staatliche Förderprämien die Verkäufe nach oben getrieben hatten. Auf Jahressicht betrug der Anstieg jedoch den Angaben zufolge mehr als 60 Prozent. Mit insgesamt mehr als 1,9 Millionen Neuzulassungen überholten die Hybrid-Fahrzeuge damit erstmals im vergangenen Jahr auch den Diesel. (apa, dpa-AFX)