Der Chipkonzern Infineon, der auch in Österreich tätig ist und in Villach in Kärnten ein großes Werk betreibt, investiert mehr als 2 Milliarden Euro in den Aufbau einer Fertigung für Verbindungshalbleiter in Malaysia. Die Bauarbeiten am Standort Kulim, wo das Unternehmen bereits zwei Fabriken hat, sollen im Juni starten, wie Infineon am Donnerstag mitteilte. Die ersten Halbleiter sollen dort im zweiten Halbjahr 2024 fertiggestellt werden. Vor Ort entstehen 900 neue Arbeitsplätze.

Konkret will Infineon dort Produkte auf Basis von Siliziumkarbid und Galliumnitrid herstellen. Bei voller Auslastung soll das Werk für 2 Milliarden Euro Jahresumsatz sorgen. Mit dem Ausbau bereite sich Infineon "auf das beschleunigte Wachstum des Markts für Verbindungshalbleiter vor", sagte Vorstandsmitglied Jochen Hanebeck. "Wir schaffen eine gewinnbringende Kombination mit dem Entwicklungs-Kompetenzzentrum Villach und der kosteneffizienten Produktion von Siliziumkarbid- und Galliumnitrid-Leistungshalbleitern in Kulim." (apa/dpa)