Wegen des Kriegs in der Ukraine kehren immer mehr Firmen Russland den Rücken oder stellen ihre Geschäfte dort ruhend.

VW & Porsche. Volkswagen und seine Tochter Porsche setzen ihr Russland-Geschäft wegen des Kriegs gegen die Ukraine aus. VW betreibt in Kaluga südwestlich von Moskau und im weiter östlich gelegenen Nischni Nowgorod eine eigene Autofertigung. An beiden Standorten werde die Produktion nun vorerst beendet, teilte das Unternehmen mit. Ebenso sollen keine Autos von Marken aus der VW-Gruppe mehr nach Russland ausgeführt werden. Auch die Volkswagen-Tochter Porsche hat die Auslieferung von Fahrzeugen nach Russland mit sofortiger Wirkung gestoppt, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Daimler & Mercedes. Daimler Truck will seine Geschäftsaktivitäten in Russland und die Kooperation mit dem russischen Lkw-Hersteller Kamaz einstellen. Auch die Mercedes-Benz Group, früher Mutterkonzern der Daimler-Lkw-Sparte, beabsichtigt ihre 15-prozentige Beteiligung an Kamaz zu verkaufen.

Eni. Der italienische Energiekonzern Eni verkauft seinen Anteil an der Pipeline Blue Stream, die er zusammen mit dem russischen Gaskonzern Gazprom besitzt. Die Pipeline transportiert russisches Gas in die Türkei.

Siemens. Der Elektrotechnikkonzern Siemens Energy hat sein Neugeschäft in Russland gestoppt. Der frühere Mutterkonzern Siemens hat alle neuen Geschäfte und internationalen Lieferungen nach Russland eingestellt. Lokale Service- und Wartungsaktivitäten sollen unter Einhaltung der Sanktionen dennoch fortsetzen.

H&M. Der schwedische Moderiese H&M stellt bis auf Weiteres seinen Verkaufsbetrieb in Russland ein, hieß es vom Unternehmen. Die Filialen in der Ukraine wurden mit Blick auf die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern bereits geschlossen.