Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich mit Kursverlusten in die Sitzung gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand kurz nach Handelsbeginn mit minus 1,09 Prozent bei 3.700,48 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,99 Prozent auf 13.791,61 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 1,10 Prozent auf 7.114,58 Punkte.

Die Erholungsphase an den europäischen Aktienmärkten gerät damit etwas ins Stocken. Bisher hat sich die Hoffnung auf Fortschritte in den Verhandlungen zum Ukraine-Krieg nicht bewahrheitet, hieß es von einem Marktbeobachter zur Begründung. Zudem sorgen eine schwache Wall Street und die anhaltende Verkaufswelle in China auch an den europäischen Märkten für wieder wachsende Vorsicht unter den Anlegern.

Nasdaq-100 auf Tiefststand

Vor allem Technologiewerte haben aktuell einen schweren Stand. Aufgrund der Nähe der chinesischen Regierung zu Russland zeigen die Anleger Chinas Tech-Unternehmen die kalte Schulter. Und an der Wall Street war der technologielastige Nasdaq-100 am Vorabend auf einen neuen Tiefststand seit Mai 2021 gerutscht.

Datenseitig richtet sich der Blick vorerst auf Deutschland. Der viel beachtete ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen steht am Vormittag zur Veröffentlichung an und dürfte dabei einen Einblick in die konjunkturelle Stimmungslage bringen. Am Nachmittag finden sich in den USA dann unter anderem Erzeugerpreise auf der Agenda. (apa/ger/pma)