In den USA hat sich die Lage am Arbeitsmarkt überraschend stark verbessert. In der vergangenen Woche fiel die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 5.000 auf 166.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Hilfsanträge seit 1968 nicht mehr.

Außerdem wurde die Zahl der Anträge für die Woche zuvor kräftig nach unten revidiert, von zuvor 202.000 auf nur noch 171.000. Analysten wurden von der positiven Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit 200.000 Anträgen gerechnet.

Die Zahl der Hilfsanträge liegt nach den revidierten Daten bereits die dritte Woche in Folge unter der Marke von 200.000. In den Monaten vor Ausbruch der Coronakrise im Frühjahr 2020 war die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe jeweils über der Marke von 200.000 gelegen.

Fed vor weiteren Zinserhöhungen

Die wöchentlichen Erstanträge gelten als kurzfristiger Indikator für die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt der größten Volkswirtschaft der Welt. Die US-Notenbank Fed berücksichtigt die Entwicklung am Arbeitsmarkt stark bei ihren geldpolitischen Entscheidungen. Wegen des robusten Arbeitsmarkts und der hohen Inflation hat die US-Notenbank ihren Leitzins zuletzt angehoben und eine Reihe von weiteren Zinserhöhungen im Lauf des Jahres in Aussicht gestellt. (dpa-AFX)