Die Ölpreise sind am Mittwoch nach dem deutlichen Rückgang vom Vortag wieder leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 108,59 US-Dollar (100,52 Euro). Das waren um 1,34 Dollar mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,23 Dollar auf 103,79 Dollar.

Am Dienstag hatten die Ölpreise unter globalen Konjunktursorgen gelitten. Die Weltwirtschaft wird nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds heuer wegen des Ukraine-Kriegs deutlich langsamer wachsen.

Den leichten Anstieg zur Wochenmitte begründeten Händler mit der Aussicht darauf, dass die Rohöl-Nachfrage in dem wichtigen Verbrauchsland China wieder anzieht. So haben Autohersteller und Supermärkte nach dem strikten Coronalockdown in der Wirtschaftsmetropole Shanghai damit begonnen, ihren Betrieb wieder aufzunehmen.

Marktbeobachter verwiesen zudem auf die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA. Demnach habe ein Rückgang der Lagerbestände in der vergangenen Woche die Ölpreise etwas gestützt, wie Daten des Interessenverbandes American Petroleum Institute zeigten. (apa, dpa)