Der Facebook-Eigner Meta ist zum Jahresstart so langsam gewachsen wie zuletzt zum Börsengang vor zehn Jahren. Schwächere Werbebudgets sowie Apples neue Datenschutz-Regeln ließen den Umsatz im ersten Quartal lediglich um sieben Prozent auf 27,9 Milliarden Dollar klettern, wie das weltgrößte Internet-Netzwerk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn fiel wegen deutlich höherer Ausgaben unter anderem in neue Mitarbeiter und Investitionen in Produkte um rund ein Fünftel auf 7,47 Milliarden Dollar.

An der Wall Street sorgten der Gewinnrückgang und das schwache Wachstum allerdings zunächst für keinen Unmut. Das Papier kletterte nachbörslich 13 Prozent. Allerdings hat die Aktie seit Jahresstart auch fast die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Nun schauten Anleger vor allem darauf, dass die Zahl der täglich aktiven Nutzer mit 1,96 Milliarden und damit einem Plus von vier Prozent zum Vorjahreszeitraum über den Erwartungen lag. Damit greift etwa jeder vierte Bewohner der Erde täglich auf sein Konto bei Facebook, WhatsApp, Instagram oder anderen Meta-Diensten zu. Im vierten Quartal war die Zahl der täglich aktiven Nutzer noch zum ersten Mal in der Firmengeschichte rückläufig gewesen.

Am Dienstagabend hatte bereits Google mit einem schwächelnden Werbegeschäft wegen des Ukraine-Kriegs und der weltweiten Konjunkturabkühlung enttäuscht. Während Google der mit Abstand weltgrößte Online-Werbeträger ist, hat sich Facebook auf Platz zwei etabliert. In der Corona-Krise profitierten beide US-Technologiekonzerne vom Online-Boom und den damit verbundenen sprudelnden Werbeeeinnahmen. Für das laufende Quartal ist Facebook nun etwas zuversichtlicher als für das Auftaktvierteljahr und rechnet mit einem Umsatz von 28 bis 30 Milliarden Dollar. Bei den Ausgaben hängt Facebook die Latte etwas tiefer und will im laufenden Jahr nur 87 bis 92 Milliarden Dollar in die Hand nehmen statt der bisher geplanten 90 bis 95 Milliarden Dollar.

Hindernis: Datenschutz-Regeln

Zuletzt haben dem von Mark Zuckerberg 2004 gegründeten Konzern neben Wettbewerbern wie der ByteDance-Tochter TikTok auch die Datenschutz-Regeln von Apple zu schaffen gemacht. Das neue Betriebssystem für Apples iPhone erschwert die Personalisierung von Werbung, wodurch sie als weniger wirksam gilt und weswegen Werbetreibende dann auch weniger zahlen. (reuters)