Der Euro hat sich zu Wochenbeginn knapp über der Marke von 1,05 US-Dollar gehalten. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Montag in der Früh 1,0520 Dollar. Sie lag damit etwas über ihrem fünfjährigen Tiefstand, den sie vergangene Woche mit 1,0471 Dollar markiert hatte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag etwas höher auf 1,0540 Dollar (Donnerstag 1,0485) festgesetzt. In New York hatte der Euro am Freitag gegen 21.30 Uhr bei 1,0555 Dollar notiert.

Am Montag stehen in der Eurozone und den USA wichtige Stimmungsindikatoren aus der Industrie auf dem Programm. Im Euroraum veröffentlicht S&P Global seine Einkaufsmanagerindizes, eine regelmäßige Umfrage unter hochrangigen Unternehmensvertretern. In den Vereinigten Staaten gibt das Institut ISM seine Umfrageresultate unter Einkaufsmanagern bekannt. Die Indikatoren geben Hinweise auf die tatsächliche Wirtschaftsentwicklung.

Preise für Nordsee-Öl fallen

Die Ölpreise sind am Montag mit Rückgängen in die neue Handelswoche gestartet. Belastung kam vom steigenden US-Dollar, der Erdöl für Anleger außerhalb des Dollarraums verteuerte und die Nachfrage drückte. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Früh 106,02 Dollar (100,59 Euro). Das waren um 1,12 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,02 Dollar auf 103,67 Dollar.

Seit einiger Zeit schwanken die Erdölpreise um die Marke von 100 Dollar. Während der Brent-Preis meist klar über der Marke liegt, bewegt sich der WTI-Preis auf etwas niedrigerem Niveau. Im Vergleich zum Jahresanfang sind die Preise deutlich um gut 35 Prozent gestiegen, was vor allem am Ukraine-Krieg liegt. Schon im Vorfeld der russischen Invasion waren die Rohölpreise deutlich gestiegen.

Für tendenziellen Auftrieb sorgt das knappe Angebot, das insbesondere auf scharfe Sanktionen vornehmlich westlicher Länder gegen Russland zurückgeht. Tendenzielle Belastung übt dagegen die Corona-Politik Chinas aus, die mit strengen Eindämmungsmaßnahmen konjunkturelle Belastung hervorruft und eine geringere Rohölnachfrage bewirkt. (apa/itz/cs)