Durch die als Folge des Ukraine-Krieges gestiegenen Nahrungsmittelpreise auf den Weltmärkten geraten immer mehr Länder nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Schwierigkeiten. "Inzwischen haben fast 30 Länder wegen der Nahrungsmittelpreise Probleme mit ihrer Zahlungsbilanz bekommen", wie IWF-Chefin Kristalina Georgiewa in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" sagte.

"Einige von ihnen haben uns um Unterstützung gebeten. Ihnen helfen wir mit einem speziellen Fonds für arme Länder zu null Prozent Zinsen", so Georgiewa. Zudem werde geprüft, was internationale Institutionen tun könnten, um die Nahrungsmittelproduktion effizienter zu machen: "Wir müssen das Angebot ausweiten."

Zahlreiche Länder haben Exportbeschränkungen für Nahrungsmittel erlassen. Dazu sagt Georgiewa: "Ich verstehe, dass Regierungen ihre eigene Bevölkerung vor Engpässen bewahren wollen. Aber damit verlängern wir das Leiden anderer Menschen." David Beasley, der Chef des UN-Welternährungsprogramms, hatte bereits Ende März vor der größten humanitären Krise seit dem Zweiten Weltkrieg gewarnt. (reuters/red.)