Die Europäische Zentralbank (EZB) verschiebt den Start ihrer neuen Systeme zur Abwicklung im Zahlungsverkehr und zum Liquiditätsmanagement der Banken um einige Monate. Statt am 21. November werde es nun vier Monate später am 20. März 2023 losgehen, kündigte die EZB am Donnerstag an. Einige Nutzer müssten noch Tests abschließen.

Auch Software-Fehler hätten bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. Die Notenbank verwies zudem auf das geopolitische Umfeld sowie auf Marktturbulenzen. Die zusätzliche Zeit sorge für eine größere Stabilität der Systeme, gewährleiste die Nutzerbereitschaft und sichere einen reibungslosen Übergang auf die neue Plattform.

Die EZB ist dabei, ihr "Target2" genanntes Verrechnungssystem für den Zahlungsverkehr zwischen den Euro-Notenbanken und den Geschäftsbanken zu modernisieren. Im dem erneuerten System wird unter anderem das Zeitfenster für Interbankenzahlungen deutlich ausgeweitet. Zahlungen sollen zudem sicherer und auch schneller werden. Auch das Liquiditätsmanagement der Institute soll dabei eingeschlossen werden.

Bei dem Großprojekt spielen die Deutsche Bundesbank, die Banca d"Italia, die Banque de France und die Banco de España eine zentrale Rolle. Sie liefern die Software und stellen auch die Test-Umgebung für das Projekt. (reuters)