Rund einen Monat nach den Beschädigungen an der Gaspipeline Nord Stream 1 haben die Betreiber nach eigenen Angaben ein Spezialschiff zur Untersuchung von Lecks in schwedische Gewässer entsandt. Das gecharterte Schiff sei an einer der mutmaßlichen Stellen angekommen, teilte die Nord Stream AG am Donnerstag mit.

Schwedens Küstenwache hatte am Freitag ein viertes Gasleck an den beschädigten Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee entdeckt. Es wird weitgehend von Sabotage ausgegangen. 
- © afp / Swedish Coast Guard

Schwedens Küstenwache hatte am Freitag ein viertes Gasleck an den beschädigten Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee entdeckt. Es wird weitgehend von Sabotage ausgegangen.

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Nach Abschluss der Kalibrierungsarbeiten könnten die Spezialisten binnen 24 Stunden mit einer Begutachtung des Schadens beginnen. Erste Ergebnisse könnten nach drei bis fünf Tagen vorliegen. Für eine Untersuchung des Schadens in dänischen Gewässern gebe es noch keine Genehmigung der dortigen Behörden.

Sowohl Dänemark als auch Schweden sind zu dem Schluss gekommen, dass vier Lecks durch Explosionen verursacht worden sind. Wer dahinter stecken könnte, ist bisher ungeklärt. Durch die Pipeline hatte Russland bis zum Lieferstopp Gas aus Sibirien nach Deutschland und in weitere europäische Länder gepumpt. (apa/reuters)