Die Aktien des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall sind seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im vergangenen Februar um 170 Prozent in die Höhe geschossen. Für positive Stimmung unter den Anlegern sorgte am Mittwochvormittag, dass Deutschland Insidern zufolge den von Rheinmetall hergestellten Kampfpanzer Leopard an die Ukraine liefern wird. Das trieb den Kurs um vier Prozent auf ein Rekordhoch von 232 Euro. Die Regierung in Berlin hat in der Zwischenzeit die Berichte bestätigt: Deutschland will 14 Leopard-Panzer ins Kriegsgebiet schicken.

Rheinmetall-Vorstandschef Armin Papperger hatte zuletzt von der Politik mehr Tempo bei der Vergabe von Rüstungsaufträgen gefordert. Rheinmetall habe im Vorjahr 700 Millionen Euro in die Kapazitätserweiterung investiert und 2.000 Menschen eingestellt. Doch bislang gebe es keine Aufträge. Rheinmetall hat zuletzt den spanischen Munitionshersteller Expal übernommen. Mit den zusätzlichen Erlösen werde sich der Konzernumsatz 2025 bei elf bis zwölf Milliarden Euro bewegen, sagte ein Konzernsprecher. (red.)