Wien. (apa/rb) Die österreichischen Agrarvertreter kritisieren den von der EU-Kommission präsentierten EU-Finanzplan für die Jahre 2014 bis 2020. Die Direktzahlungen für Bauern sollen nur mehr 281,8 Milliarden statt bisher 330,1 Milliarden Euro in der jetzigen Periode ausmachen. Die Zahlungen für die ländliche Entwicklung, von denen Österreich überproportional profitiert, sollen aber auf 89,9 Milliarden Euro steigen (jetzt: 82,98 Milliarden Euro). Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich etwa meinte zu dem Vorschlag: „Es kann nicht sein, dass ein Zukunftssektor wie die Landwirtschaft als einziger europäischer Bereich Budgetkürzungen hinnehmen soll.” Er fordert hingegen einen Inflationsausgleich für die Bauern.

Neben dem Finanzrahmen sei wichtig, wie die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und die Geldverteilung zwischen den Ländern aussehen werde. „Hier könnten massive Kürzungen für die heimischen Bäuerinnen und Bauern drohen”, so der Landwirtschaftsminister.