Mit den geschützten Herkunftsbezeichnungen von Lebensmitteln erhofft sich die EU, die anderen Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) für ein "System der Gegenseitigkeit" gewinnen zu können, durch den wiederum der Schutz der europäischen Namen außerhalb der EU verbessert wird.

Die EU setzt darauf, dass registrierte EU-Produkte in einem solchen System auch außerhalb der Union Anspruch auf den Schutz ihrer Herkunftsbezeichnung haben und dass die Eintragung eines Namens im EU-Ausland beeinsprucht werden kann. Umgekehrt will die EU ein Verfahren entwickeln, in dem die ausländischen Erzeugnisse für den EU-Markt eingetragen werden können.

Österreichs 14 geschützte Lebensmittel in der EU sind: "Gailtaler Almkäse", "Tiroler Almkäse", "Tiroler Bergkäse", "Tiroler Graukäse", "Vorarlberger Alpkäse", "Vorarlberger Bergkäse", "Wachauer Marille" und "Waldvierteler Graumohn" (diese acht firmieren unter "geschützte Ursprungsbezeichnung"), ferner "Gailtaler Speck", "Marchfeldspargel", "Steirischer Kren", "Steirisches Kürbiskernöl", "Tiroler Speck" sowie nun auch der "Mostviertler Birnmost" ("geschützte geografische Angabe").