• vom 21.10.2006, 00:00 Uhr

International


Kneissl baut in Kufstein 30 Stellen ab




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  • Produktion wird großteils ausgelagert.
  • Forschung und Entwicklung bleibt.
  • Innsbruck. Das traditionsreiche Tiroler Ski- und Tennisunternehmen Kneissl stoppt seine Ski-Massenproduktion in Kufstein, dem Hauptsitz der Firma. Die Alpinproduktion wird künftig zu Fischer nach Ried im Innkreis, die Langlaufskiproduktion zu Sporten in Tschechien und die Big-Foot-Herstellung zu Pale in Kärnten ausgelagert.

Die Mitarbeiterzahl wird laut "Tiroler Tageszeitung" bis Ende des Jahres von 60 auf 30 halbiert. Das Unternehmen habe sich um neue Arbeitsplätze für die Mitarbeiter bemüht, was "praktisch in allen Fällen" gelungen sei, sagt Hauptgesellschafter Fritz Unterberger. Als Ursache für die Umstrukturierung gibt der Kneissl-Chef Kostengründe an: "Eine Ski-Massenproduktion in Kufstein ist zu teuer. Diese wird daher aufgegeben", sagt Unterberger. Die Produktion von Kinder- und Rennskiern sowie die gesamte Forschung und Entwicklung bleibe aber in Tirol.


"Lifestyle-Marke" statt Massenprodukt
Aus Kneissl wolle man eine "kleine, feine und edle Skimarke" machen. Das Problem sei, dass praktisch alle Skihersteller rote Zahlen schreiben.

Unterberger ortet zwei Gründe dafür, nämlich den Trend zum Skiverleih und das "Preisdiktat" des Sportfachhandels. "Bei der Skiindustrie diktieren die Ketten den Preis, in der Autoindustrie hat der Hersteller das Sagen", erklärte Unterberger. Bei diesem Preisdumping mache er aber "nicht länger mit", sagt er kämpferisch.

In Kufstein plane man ein neues "Kneissl-Zentrum". Dort sollen sich Kunden ihre eigenen Ski zu einem Preis von etwa 500 Euro pro Paar designen lassen können. Kneissl soll eine "Lifestyle-Marke" werden und im gut sortierten Fachhandel und in "Kneissl-Star-Lodges" vermehrt vertrieben werden, sagt Unterberger.

Insgesamt seien 50 dieser exklusiven "Lodges" geplant, wobei bestehende Gastroanbieter und Verleiher als Franchisepartner gewonnen werden sollen.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2006-10-21 00:00:01
Letzte Änderung am 2006-10-20 17:32:00

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