• vom 04.01.2006, 00:00 Uhr

International

Update: 27.08.2016, 03:21 Uhr

Deutschland

Mehr deutsche Arbeitslose - aber weniger als erwartet




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    Ein-Euro-Jobs und bessere Konjunktur. | Nürnberg. (reu/apa/chz) Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist weniger gestiegen als erwartet: Im Dezember waren 4,606 Millionen Personen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Punkte auf 11,1 Prozent.

    Damit seien zwar 75.000 Menschen mehr auf Jobsuche gewesen als im November und 142.000 mehr als im Dezember 2004, üblich sei für das Jahresende aber ein mehr als doppelt so hoher Anstieg, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mit. Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl um 110.000.

    Der Grund dafür lag laut BA in der besseren Wirtschaftslage, vor allem aus der Baubranche gab es weniger Arbeitslosenmeldungen. Die Belegschaften in den Baubetrieben seien mittlerweile so ausgedünnt, dass witterungsbedingte Kündigungen möglichst lange hinausgeschoben würden, erklärte die BA.

    Auch die "Ein-Euro-Jobs" wirkten sich positiv in der Statistik aus. Nach dem Hartz-IV-Gesetz werden Arbeitslosen, die keine reguläre Arbeit finden, "Arbeitsgelegenheiten" angeboten. Im November waren mehr als 300.000 in gemeinnützige Jobs beschäftigt, für die sie jeweils ein bis zwei Euro je Stunde erhielten.

    Ohne eine weitere Auswirkung der Hartz-IV-Reform wäre die Arbeitslosenzahl sogar merklich gesunken, teilte die BA mit. Denn bis zu 380.000 ehemalige Sozialhilfeempfänger wurden als Arbeitslose in die Zählung aufgenommen.

    Es sei möglich, dass die Zahl von 5 Millionen Arbeitslosen in diesem Winter nicht überschritten werde, meint die BA.





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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2006-01-04 00:00:02
    Letzte Änderung am 2016-08-27 03:21:37

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