• vom 04.12.2003, 00:00 Uhr

International

Update: 07.04.2005, 16:59 Uhr

Buwog-Mieter zahlten im Schnitt 100.000 Euro

Countdown für den Verkauf der Bundeswohnungen läuft




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  • Der Verkauf der fünf Wohnbaugesellschaften des Bundes mit rund 62.000 Wohnungen soll bis zum Frühjahr 2004 abgeschlossen sein. Bis zum 12. Dezember sollen die ungefähr 25 kommerziellen Interessenten-Gruppen ein erstes, unverbindliches Angebot auf den Tisch legen.

Die rund 450 Mieter, die seit dem Jahresbeginn ihre Wohnungen von der ehemals gemeinnützigen Buwog zurückgekauft haben, haben im Schnitt etwa 100.000 Euro für ihre Wohnung bezahlt. Dies geht aus internen Zahlenangaben des Unternehmens hervor, die der Nachrichtenagentur APA vorliegen.


Sollte für die Bundeswohngesellschaften - wie zuletzt auch im Finanzministerium erwartet - ein Erlös von 500 Mill. Euro erzielt werden, würde dies dagegen pro Wohnung einem theoretischen Verkaufspreis von etwa 8.000 Euro entsprechen. Für etwa die Hälfte der Differenz gibt es eine einfache Erklärung: Während die Mieter-Käufer ihre Wohnungen schuldenfrei übernehmen, steigen etwaige Investoren bei den Wohnbauunternehmen in Gesellschaften ein, die hoch verschuldet sind. Bei einem Eigenkapitaleinsatz von 16% wurden beispielsweise von der Buwog für die Errichtung sechs Mal so viele Fremd- wie Eigenmittel verwendet.

Für die verbleibende Differenz machen laut APA kommerzielle Investoren Faktoren wie gesetzliche Beschränkungen bei den Mieterlösen, im Paket mit- eingekaufte, schlecht verwertbare Assets bzw. Risiken geltend. Letzterem stehen freilich über Jahrzehnte angesammelte stille Reserven, aber auch insgesamt 5 Mill. m² an unbebauten Grundstücken gegenüber.

Salzburger Mieter erheben Forderungen

Unterdessen haben die Mieter zweier Wohnanlagen in Salzburg (General-Keyes-Straße und Ignaz-Harrer-Straße) die Regierung und den Rechnungshof aufgefordert, den Verkauf der Salzburger Wohnungen an einen Großinvestor zu stoppen, das Salzburg-Paket aus dem Österreich-Paket herauszulösen und an die Mieter zu verkaufen.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2003-12-04 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-07 16:59:00

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