Zürich. (wak/ag) Der Schweizer Franken hat zu Wochenbeginn seinen Abwärtstrend der vergangenen Woche fortgesetzt. Sowohl zum Euro als auch zum US-Dollar verbilligte sich die Währung des Alpenlandes zu Wochenbeginn spürbar.

Hintergrund sind Spekulationen, wonach die Schweiz verstärkt gegen die wochenlange Stärke ihrer heimischen Währung vorgehen könnte. Der Franken wird zusehends zum Problem für die Wirtschaft der Schweiz. Zum einen verteuert er die Exportgüter, was den Außenhandel belastet. Zum anderen zieht es viele Schweizer in Grenzregionen zur Schnäppchenjagd ins Ausland.

Im Gespräch ist nun eine Kursobergrenze für den Franken oder gar eine Anbindung des Franken an den Euro, letzteres möglicherweise in Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB). Ein Bericht der "SonntagsZeitung" hatte die in der Vorwoche Spekulationen über eine vorübergehende Anbindung des Frankens an den Euro aufgefrischt. Alles deute darauf hin, dass die Schweizer Nationalbank in den nächsten Tagen eine Grenze für den Euro-Franken-Wechselkurs ziehen werde, den sie mit allen Mitteln verteidigen wolle, hatte die Zeitung unter Berufung auf Kreise geschrieben.

Montag früh gab der Franken den dritten Handelstag in Folge deutlich nach. Entsprechend stieg der Euro auf bis zu 1,1458 Franken. Davor war der Franken wegen der Börsenturbulenzen von einem Rekordhoch zum nächsten geklettert. Die Schweizer Währung gilt als "sicherer Hafen", in den sich Investoren in unruhigen Zeiten vermehrt flüchten.