Zürich. (fst/ag) Die Schweizer Regierung will in den kommenden Tagen über die Verteilung von maximal zwei Milliarden Franken (umgerechnet 1,75 Milliarden Euro) entscheiden. Die Wirtschaft der Eidgenossen leidet seit Monaten am im Wert steigenden Franken, der die Exporte stark verteuert.

Bis zum 31. August müsse die Regierung dem Parlament Vorschläge machen, sagte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Bis zum 12. September müssen die Ideen in eine konkrete Form gebracht werden.

Die Exportwirtschaft habe bisher "hervorragend" auf die Herausforderungen durch die Frankenstärke reagiert, hatte Widmer-Schlumpf zuvor gesagt. "Aber irgendwann reißt jedes Seil." Die Nationalbank habe mit ihren Maßnahmen gegen die Frankenstärke rechtzeitig reagiert.

Mit 2,7 Prozent Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat die Schweiz im Jahr 2010 den Einbruch des Jahres davor mehr als wettgemacht, 2009 hatte der BIP-Rückgang 1,9 Prozent betragen. Auch den besonders stark von der Finanzkrise durchgeschüttelten eidgenössischen Banken geht es wieder besser.