Zürich. Im August sind die Währungsreserven in den Tresoren der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stark gestiegen. Der Gesamtbestand (ohne Gold) stieg im Vergleich zum Juni um 71 Mrd. Franken auf 259,8 Mrd. Franken (234 Mrd. Euro).

Die Devisenreserven selbst betrugen Ende August 253,4 Mrd. Franken, wie die Währungshüter am Dienstag mitteilten. Ende Juni hatten sie noch 182,1 Mrd. Franken betragen.

Der Zuwachs dürfte damit zusammenhängen, dass die SNB im Laufe des Augusts eine Serie von Maßnahmen ankündigte, um den Höhenflug des Frankens zu bremsen. Am 3. August begann die SNB, mit verschiedenen Instrumenten mehr Franken in die Märkte zu pumpen und dafür ausländische Währungen anzunehmen.

Die SNB kann aber auch direkt Devisen kaufen und so den Franken schwächen. Diese Maßnahme hat die SNB zusammen mit dem angestrebten Kursziel des Euros von mindestens 1,20 Franken am (heutigen) Dienstag offiziell bekanntgegeben.