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Wien. (fst) Der Internationale Währungsfonds und das Weltwirtschaftsforum (WEF) sind mit Österreichs Performance nicht zufrieden. Von 142 durch das WEF in punkto Wettbewerbsfähigkeit untersuchten Ländern nimmt Österreich den 19. Platz ein - und ist damit gegenüber dem Vorjahr um einen Rang zurückgefallen. Vor drei Jahren lag Österreich noch auf dem 14. Platz.

Eine raschere Reduktion des heimischen Haushaltsdefizits verlangt indes der IWF. Dem Währungsfonds zufolge liegen die Staatsschulden deutlich über dem Vorkrisenniveau, schon mit dem Budget 2012 sollten die Bemühungen zum Schuldenabbau "ehrgeiziger" werden, heißt es in dem Bericht der internationalen Finanzinstitution. Die Sparmaßnahmen sollten sich vor allem auf die Bereiche Pensionen und Gesundheitswesen konzentrieren. Dem heimischen Budgetfahrplan zufolge muss Österreich erst 2013 unter die Maastrichtgrenze von drei Prozent kommen.

Bei der Lohnflexibilität schneidet Österreich der WEF-Studie zufolge sehr schlecht ab - und erreicht mit Platz 140 nur den drittletzten Rang. Auch bei der Kündigungs- und Einstellungspraxis wird Österreich mit Rang 93 ungünstig eingestuft. Im Gegenzug lobt der WEF jedoch die Kooperation zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Rang 9). Punkten kann Österreich vor allem bei Gesundheitsthemen wie etwa der niedrigen Kindersterblichkeit oder der geringen Verbreitung von HIV und Tuberkulose.