Wien. (stopp) Die IT- und Softwareindustrie hat in Österreich rund 100.000 Mitarbeiter und schafft indirekt insgesamt weitere 400.000 Jobs. Die Branche sei ein "Wirtschaftsmotor", betont Klaus Veselko, Vorstand des Verbandes österreichischer Softwareindustrie (Vösi). Und das, obwohl der Dialog mit der Politik immer noch fehle. Die Regierung klage über einen "Fachkräftemangel im Informatikbereich", so Vösi-Vizepräsident Manfred Prinz, unternehme aber im Prinzip nichts dagegen. Der Verband fordert unter anderem Ausbildungsoffensiven in den Schulen und praxisrelevante Lehrgänge. Die Jugendlichen befassen sich zwar mit Software, aber in spielerischer Form und nicht professioneller. Diese strategischen Maßnahmen könnten aber von der Vösi allein nicht umgesetzt werden, sondern nur mit der Politik. Veselko spricht von einem "eigenen Staatssekretär im Bundeskanzleramt", sodass Österreich künftig zu einem "Softwareland" werden könnte.