Bratislava. Ein Kompromiss über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms ist beim Wackelkandidaten Slowakei in greifbare Nähe gerückt. Ministerpräsidentin Iveta Radicova habe einen entsprechenden Vorschlag gemacht, der Raum für eine Zustimmung gebe, sagte Jozef Kollar vom Koalitionspartner SaS ("Freiheit und Solidarität") am Mittwoch dem Fernsehsender "TV Markiza". Bisher lehnte die SaS ab, für eine Aufstockung zu stimmen. Auf die Frage, ob nun eine Einwilligung möglich sei, sagte Kollar: "Ja, es scheint so". Details nannte er nicht. Die SaS knüpft ihr Jawort daran, dass der EFSF keine zusätzlichen Kosten für den slowakischen Steuerzahler verursacht.

Bisher haben die Parlamente von neun Ländern dem reformierten EFSF zugestimmt. Das sind Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, Luxemburg, Slowenien, Finnland sowie die beiden mit Rettungspaketen gestützten Staaten Griechenland und Irland. Das österreichische Parlament wird am Freitag über den EFSF beraten und abstimmen. Eine deutliche Zustimmung wird erwartet. Deutschland entscheidet am Donnerstag über eine Erhöhung der Garantien. Die Regierung in der Slowakei peilt das Votum für den 11. Oktober an.