Mailand. (kle) Alessandro Profumo, der frühere Chef der italienischen Großbank Unicredit, ist wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung ins Visier der Justiz geraten. Die Mailänder Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn sowie 16 ehemalige und aktive Manager des Mutterinstituts der Bank Austria. Dieser Personenkreis soll der Unicredit mit Finanztricks Steuerzahlungen erspart haben - und zwar 128 Millionen Euro 2007 und 117 Millionen im Folgejahr, wie italienische Medien am Mittwoch berichteten.

Alles in allem wären das somit 245 Millionen Euro, die am italienischen Fiskus vorbeigeschleust worden sein sollen. Diese Summe hat die Staatsanwaltschaft bei der Bank mittlerweile konfisziert.

In einer Aussendung wies Unicredit die Vorwürfe vehement zurück. Das in Mailand ansässige Finanzinstitut betonte, korrekt gehandelt zu haben. Zu jenen Personen, gegen die die Justiz Ermittlungen aufgenommen hat, zählen u. a. der frühere Unicredit-Finanzdirektor Ranieri De Marchis und der für Italien zuständige Country-Manager Vittorio Ogliengo.