Die USA blieben in der ersten Jahreshälfte 2011 der größte Handelspartner der EU, sowohl beim Waren- als auch beim Dienstleistungsverkehr. Allerdings konnte im letzten Jahrzehnt ein stetiger Rückgang des Anteils der USA am gesamten EU27 Warenverkehr beobachtet werden. Während auf die USA im Jahr 2000 28% der gesamten EU27 Ausfuhren und 21% der Einfuhren entfielen, verringerten sich diese Anteile bis im Jahr 2010 auf 18% bzw. 11%.

Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2009 erholte sich der EU27 Warenhandel mit den USA teilweise im Jahr 2010: Die Ausfuhren stiegen auf 242 Mrd. Euro, gegenüber 206 Mrd. im Jahr 2009 und 250 Mrd. in 2008, und die Einfuhren wuchsen auf 170 Mrd., gegenüber 159 Mrd. im Jahr 2009 und 187 Mrd. in 2008.

Diese Erholung setzte sich ebenfalls in der ersten Jahreshälfte 2011 fort. Die EU27 Ausfuhren in die USA erhöhten sich auf 129 Mrd., gegenüber 114 Mrd. im selben Zeitraum 2010, und die Einfuhren stiegen auf 94 Mrd., gegenüber 83 Mrd.. Infolgedessen wuchs der EU27 Handelsüberschuss mit den USA von 31 Mrd. in der ersten Jahreshälfte 2010 auf 35 Mrd. im selben Zeitraum 2011.

Der EU27 Handel mit den USA wird von Industrieerzeugnissen bestimmt, auf die in der ersten Jahreshälfte 2011 sowohl mehr als 80% der Ausfuhren als auch der Einfuhren entfielen.

Deutschland klar an der Spitze


Von den EU-Staaten war Deutschland (35 Mrd. bzw. 27% der EU Güterausfuhren) bei weitem der bedeutendste Exporteur in die USA in der ersten Jahreshälfte 2011, gefolgt vom Vereinigten Königreich (20 Mrd. bzw. 16%), Italien (12 Mrd. bzw. 9%), Frankreich (11 Mrd. bzw. 9%) und Irland (11 Mrd. bzw. 8%).

Deutschland (18 Mrd. bzw. 19% der EU Gütereinfuhren) war auch der bedeutendsten Importeur, gefolgt vom Vereinigten Königreich (17 Mrd. bzw. 18%), den Niederlanden1 (13 Mrd. bzw. 14%) und Frankreich (11 Mrd. bzw. 12%).