Berlin/Wien/Zürich. Österreich belegt in dem von Wirtschaftsverbänden jährlich erstellten "D A CH-Reformbarometer" den zweiten Platz hinter der Schweiz, aber noch vor Deutschland. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) sieht darin trotzdem keinen Grund zum Jubeln: "Der Reformstau beginnt sich nun nachhaltig abzuzeichnen. Österreich steht davor, am Mittelstreifen zu verharren", sagte der Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung der WKÖ, Christoph Schneider, am Freitag anlässlich der Präsentation des Reformbarometers in Berlin.

Aufgrund des größeren Reformeifers der Schweizer werde der Abstand zur Schweiz immer größer, warnte Schneider und verwies auf den konsequenten Schuldenabbau, die niedrige Arbeitslosenquote und die Ausgabendisziplin der Eidgenossen.