Wien. Der Goldpreis hat im Jahr 2011 um rund 10 Prozent zugelegt. Nach einem gemächlich verlaufenden ersten Halbjahr schnellte der Preis für das Edelmetall im Sommer innerhalb weniger Wochen um ein Viertel auf über 1850 Dollar (1435 Euro) pro Feinunze (rund 31 Gramm) in die Höhe und erreichte im September einen Rekord von 1920 Dollar.

Das letzte Jahresviertel verlief für das Edelmetall aber alles andere als glänzend. Erstmals seit dreieinhalb Jahren beendete es ein Quartal mit einem Minus. Ein Grund für den Preisverfall auf etwas mehr als 1500 Dollar war die Aufwertung des Dollar, die Gold für Investoren außerhalb der USA verteuerte.

Insgesamt ist das Edelmetall so wenig wert wie seit sechs Monaten nicht mehr. Das liegt nicht zuletzt an Aktionen großer Händler. Wie die britische "Financial Times" berichtete, haben bedeutende Investoren, darunter bedeutende Hedgefonds, allein in diesem Monat rund 44 Tonnen Gold verkauft.

Geplatzte Blase?


Die Gold-Skeptiker sehen ihre Warnungen bestätigt, dass der Goldrausch nur eine Blase war, die jetzt geplatzt ist. Die Gold-Fans verweisen aber zurecht darauf, dass man über einen längeren Zeitraum betrachtet mit Gold noch immer besser fährt als mit Aktien. Für langfristige Anleger scheint die Sache noch klarer zu sein: In zehn Jahren hat sich der Goldpreis in Dollar versechsfacht, während Aktienanleger nur einen Wertzuwachs um gut die Hälfte erzielen konnten.