Der Automobilhersteller Opel bleibt auf Schlingerkurs. - © APAweb/EPA
Der Automobilhersteller Opel bleibt auf Schlingerkurs. - © APAweb/EPA

München. Für Opel sieht es düster aus: Im vergangenen Jahr fuhr der US-Mutterkonzern General Motors mit seinem Europageschäft - das in erster Linie aus Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall besteht - einen operativen Verlust von 747 Mio. Dollar (571 Euro) ein, wie GM erklärte. Im Vorjahr hatte das Minus bei knapp zwei Mrd. Dollar gelegen. Dagegen machte GM dank starker Verkäufe in Nordamerika insgesamt einen Gewinn von 7,6 Mrd. Dollar.

Die Schließung des GM-Werks in Antwerpen belaste Opels Bilanz mit rund 100 Millionen Dollar, hieß es im "Manager Magazin Online". Die Insolvenz von Saab schlage sich mit einem hohen zweistelligen, fast dreistelligen Millionenbetrag nieder.

Opel ist dabei der einzige Wermutstropfen in den glänzenden Zahlen von GM. Der wieder erstarkte US-Mutterkonzern dürfte sein Europa-Geschäft deshalb einer erneuten Schrumpfkur unterziehen. Die Beschäftigten befürchten, dass Opel erneut mit der Forderung nach Werksschließungen konfrontiert werden könnte. Die Traditionsmarke mit dem Blitz leidet unter der Absatzkrise in den Schuldenstaaten Südeuropas. Ein Opel-Sprecher sagte, der Konzern habe im Jahr 2011 auf dem europäischen Markt über 1,2 Millionen Autos verkauft. In dem Bericht war von knapp über einer Million Fahrzeuge die Rede.