Washington.

(reu) Die USA haben im März so viel Geld für importierte Waren und Dienstleistungen ausgegeben wie nie zuvor. Die Einfuhren erhöhten sich um 5,2 Prozent auf 238,6 Milliarden Dollar (184 Milliarden Euro), teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag mit. Für den stärksten Anstieg seit mehr als einem Jahr sorgte vor allem die kräftige Nachfrage nach Autos und Investitionsgütern wie Maschinen sowie höhere Ölpreise.

Ein Barrel der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am frühen Donnerstagnachmittag 96,89 Dollar und damit um 0,16 Prozent etwas mehr als am Mittwoch.

Auch Exporte auf Rekordniveau


Auch die Exporte der USA erreichten mit 186,8 Milliarden Dollar ein Rekordniveau. Das Handelsdefizit - die Differenz zwischen Exporten und Importen - stieg um 14,1 Prozent auf knapp 52 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit 50 Milliarden Dollar gerechnet.

Das US-Handelsbilanzdefizit wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Weil die USA mehr konsumieren, als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Der größte ausländische Gläubiger der Vereinigten Staaten ist China.