• vom 31.05.2012, 17:54 Uhr

International

Update: 31.05.2012, 19:02 Uhr

China

Importdruck von Möbeln aus China




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  • Mehr Einfuhren aus Niedriglohnländern machen Europas Herstellern zu schaffen.

Wien. (apa/sf) Europas Möbelindustrie kämpft gegen steigende Importe aus China. Etwa ein Drittel der weltweiten Möbelproduktion stamme aus China, 2001 seien es erst acht Prozent gewesen, beklagt Markus Wiesner, Vorsitzender der European Furniture Industries Confederation (EFIC). Niedrige Löhne sowie lockere Arbeitsschutz- und Umweltstandards ließen Chinas Hersteller um rund 50 Prozent günstiger produzieren. "Für eine ganze Reihe von Ländern ist China inzwischen der wichtigste Importeur."


Für Österreich ist China der viertwichtigste Möbelimporteur. Auch wenn die Importe aus China hierzulande kontinuierlich zunehmen, werden Möbel hauptsächlich aus Deutschland bezogen, gefolgt von Italien und Polen.

In Europa wollen sich die Möbelhersteller gegen die "massiv steigenden Importe" aus China wehren. Der Zugang zu Förderprogrammen müsse einfacher werden, Schutzrechte müssten verbessert werden, so einige Forderungen der Branche. Ein Produktblatt für Möbel solle Verbraucher umfangreicher über importierte Waren informieren. Man sei aber nicht für Importrestriktionen oder Antidumpingverfahren.

Österreichische Hersteller produzierten 2011 weniger
Zu schaffen macht der Branche auch die Rohstoffknappheit und damit einhergehende steigende Preise. Auch die Auswirkungen der Krise seien noch zu spüren. In vielen europäischen Ländern sei der Konsum gesunken und die Investitionen zurückgegangen.

Die Importe nach Österreich stiegen im Vorjahr um 11,3 Prozent auf 1,83 Milliarden Euro. Nach Rückgängen in den vergangenen Jahren stiegen die Exporte um 2,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Hauptexportländer sind Deutschland, die Schweiz, Polen und Italien.

Die Produktionsmenge in Österreich sank um 3,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Rückgänge gab es bei Teilen für Möbeln, Matratzen sowie Sitz- und Küchenmöbeln. In den umsatzstärksten Sparten Wohn- und Büromöbel wurden Zuwächse erzielt.




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Dokument erstellt am 2012-05-31 18:00:27
Letzte Änderung am 2012-05-31 19:02:18


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