New York. (kle/dpa/reu) Weiterer Rundumschlag in der Bankenwelt: Vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise hat die Ratingagentur Moody’s insgesamt 15 Großbanken schlechtere Bonitätsnoten verpasst.

Gesenkt wurden die Bewertungen um eine bis drei Stufen. Neben fünf US-Instituten traf es jeweils drei französische und britische Banken, zwei Schweizer Finanzriesen sowie ein kanadisches und ein deutsches Geldhaus.

Eine schlechtere Kreditwürdigkeit bedeutet grundsätzlich, dass damit die Refinanzierung an den Märkten erschwert und verteuert wird. Doch in der Praxis muss das nicht automatisch so sein.

Die Herabstufung durch Moody’s betrifft ziemlich prominente Banken: in den USA Morgan Stanley, JP Morgan, Citigroup, Bank of America und Goldman Sachs, in Kanada die Royal Bank of Canada und in Europa neben der Deutschen Bank UBS, Credit Suisse, BNP Paribas, Crédit Agricole, Société Générale, HSBC, Royal Bank of Scotland und Barclays.

Für die Börse war die Breitseite der US-Agentur gegen die Branche offenbar keine besondere Überraschung. Europäische Bankaktien notierten am Freitag zwar leicht im Minus, zu größeren Kursbewegungen nach unten kam es allerdings nicht.

"A2" für die Deutsche Bank


Von den 15 abgestraften Banken haben 13 noch immer ein gutes bis befriedigendes Rating. So ist etwa die Deutsche Bank jetzt mit "A2" geratet, die Credit Suisse, die als einzige Bank um drei Stufen herabgestuft wurde, mit "A1". Schlecht ist das Rating lediglich von Citigroup und Bank of America, die beide nur noch zwei Stufen über Ramschniveau liegen.