Madrid. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Note für Spaniens Kreditwürdigkeit bestätigt. Wegen der Entschlossenheit des Landes, Wirtschaftsreformen umzusetzen, bleibe das Rating bei "BBB+/A-2" mit Ausblick negativ, teilte die Agentur am Mittwoch mit. Das Basisszenario für die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone sei, dass das Land weiter von seinen EU-Partnern und der Europäischen Zentralbank (EZB) unterstützt werde.

Der Erfolg Spaniens werde großteils davon abhängen, ob die EU-Partner entschlossen gegen den Druck der Finanzmärkte vorgehen, so die Agentur, die auch davon ausgeht, dass einige Regionen von der Zentralregierung Unterstützung anfordern werden.

Doch noch wurde kein Hilfsantrag eingereicht. Stattdessen brodelt der Groll in den Regionen - eben aufgrund der Sparpakete, die Ministerpräsident Mariano Rajoy den dezentralen Verwaltungseinheiten aufgebrummt hat.

Die Spanier selbst haben jedenfalls kein Vertrauen mehr. Zu Wochenbeginn gab die Zentralbank Zahlen bekannt, die eine Kapitalflucht aufzeigen. Demnach wurden im Mai 41,3 Milliarden Euro aus Spanien abgezogen, mehr als viermal so viel wie im Mai vergangenen Jahres.