München. (dpa/kle) Hohe Rückstellungen für das Pensionssystem haben der BayernLB die Halbjahresbilanz verhagelt. 133 Millionen Euro musste die Landesbank nach einem Gerichtsurteil zu ihrem umstrittenen Versorgungssystem zurücklegen. Damit blieb der einstigen Mutter der Kärntner Hypo Alpe Adria nach dem ersten Halbjahr nur noch ein Vorsteuergewinn von 174 Millionen Euro, nach 244 Millionen in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Auch die Ungarn-Tochter MKB belastete weiter die Bilanz, und sie bleibt wohl eine teure Baustelle. Die BayernLB schloss am Montag nicht aus, dass sie der MKB nochmals - möglicherweise noch heuer - frisches Kapital zuführen muss. Die MKB ist unter anderem wegen der hohen Bankenabgabe und des geänderten rechtlichen Umfelds in Ungarn ein Sorgenkind und brockte den Münchnern im Halbjahr 66 Millionen Euro Verlust ein. Bereits 2011 hatte die BayernLB den Wert der Bank um gut eine halbe Milliarde Euro nach unten schrauben müssen.

Eine schwierige Aufgabe bleibt zudem, einen Käufer für die MKB finden. Denn auf Geheiß der EU-Wettbewerbshüter muss die BayernLB im Gegenzug für ein milliardenschweres Rettungspaket des Staates deutlich schrumpfen. Dazu gehört auch die Trennung von der MKB, deren Probleme aber einem raschen Deal zumindest derzeit im Wege stehen.