Nokia will mit den neuen Smartphone-Modellen durchstarten - macht aber bereits bei der Präsentation der Lumia-Flaggschiffe einen Fehler. - © APAweb/dpa/Daniel Schnettler
Nokia will mit den neuen Smartphone-Modellen durchstarten - macht aber bereits bei der Präsentation der Lumia-Flaggschiffe einen Fehler. - © APAweb/dpa/Daniel Schnettler

Helsinki. Nokia schmückte sich mit fremden Federn: Bei einer Video-Präsentation für das neue Smartphone-Flaggschiffes Lumia 920 kam  das Gerät eines Konkurrenzanbieterns zum Einsatz - um die Stärken der vermeintlichen Nokia-Kamera zu dokumentieren. Das finnische Unternehmen hat sich bereits für den Lapsus entschuldigt.

Der auf YouTube hochgeladene Spot soll die Qualität des Bildstabilisators OIS bei dem neuen Lumia 920 zeigen. Der Spot wurde allerdings nicht mit dem neuen Smartphone, sondern einer professionellen Kamera gedreht.

Verwirrende Präsentation
Man habe die Vorteile des optischen Bildstabilisators demonstrieren wollen und ein Video produziert, dass eine Simulation der Aufnahmen mit OIS zeige. Man hätte das erklären müssen, schrieb Unternehmenssprecherin Heidi Lemmetyinen im Nokia-Blog. "Das wurde nicht mit einem Lumia 920 gedreht. Zumindest noch nicht. Wir entschuldigen uns für die Verwirrung, die wir verursacht haben."

Am Mittwoch stellte der finnische Handykonzern zwei neue Lumia-Handys mit dem kommenden Betriebssystem Windows Phone 8 vor. Mit den neuen Handys will der einstige Platzhirsch im profitablen Smartphone-Segment von Apple und Samsung Marktanteile zurückerobern. Hier hatte Nokia in den letzten Jahren ernsthafte Probleme. Während der Markt wuchs, ging Nokias Smartphone Absatz zurück.

Mit den neuen Handys wolle Nokia natürlich seine Rentabilität stärken, sagte Nokia-Chef Stephen Elop am Mittwoch. Aber man müsse bedenken, dass Nokias Geschäftsbetrieb nicht allein von Smartphones abhängig sei. Nokia sei in der letzten Zeit mit den mittelpreisigen Asha-Modellen erfolgreich gewesen, so Elop.