• vom 08.10.2012, 23:06 Uhr

International


Air Berlin

Deutsch-französische Luftbrücke




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  • Air Berlin startet Ende Oktober gemeinsame Flüge mit Air France-KLM.

Der Schulterschluss von Air Berlin und Air France-KLM erhöht den Konkurrenzdruck auf die AUA-Mutter Lufthansa. - © REUTERS

Der Schulterschluss von Air Berlin und Air France-KLM erhöht den Konkurrenzdruck auf die AUA-Mutter Lufthansa. © REUTERS

Frankfurt. Für die AUA-Mutter Lufthansa wird der Wettbewerb härter. Zwei Konkurrenten rücken, wie berichtet, enger zusammen: Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin und die französisch-niederländische Air France-KLM bieten ab 28. Oktober gemeinsame Flüge an. Die Streckennetze sollen besser verzahnt werden. Air Berlin fliegt dank der Partnerschaft künftig neun statt drei Ziele in Frankreich an. Die Franzosen erweitern ihr Flugangebot in Deutschland, Polen und Österreich. Langstreckenflüge ab Paris sind nicht Teil der Vereinbarung.


Es ist ein erster kleiner Coup für den Österreicher Wolfgang Prock-Schauer, der seit 1. Oktober Chefstratege und Netzplaner bei Air Berlin ist. Den Durchbruch wird die Vereinbarung für die kriselnde Air Berlin allerdings noch nicht bedeuten. "Codeshare"-Abkommen sind in der Branche üblich - auch Air Berlin hat etliche Abmachungen und fliegt dennoch seit Jahren Verluste ein. Im zweiten Quartal weitete sich der Nettoverlust auf 66,2 Millionen Euro aus. Dadurch wächst der Druck auf Firmenchef Hartmut Mehdorn, dessen Vertrag bis Ende 2013 läuft. Als Nachfolger wird auch Prock-Schauer gehandelt.

Nahost-Airlines begünstigt
Pikant ist der Schulterschluss, weil Air Berlin im Frühjahr der von British Airways und Iberia geführten Luftfahrtallianz Oneworld beigetreten ist. Air France-KLM gehört hingegen dem Konkurrenzbündnis Skyteam an. An der Börse kam der Deal gut an, die Air-Berlin-Aktien legten zu.

Auch der Air-Berlin-Großaktionär Etihad aus Abu Dhabi schloss eine Vereinbarung ab: Etihad-Passagiere können nun einfacher auf innereuropäische Flüge der Air France-KLM umsteigen, die im Gegenzug Zugriff auf einige Langstrecken-Verbindungen aus Abu Dhabi erhält. Etihad gehört wie Emirates und Qatar Airways zu den schnell wachsenden Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten. Lufthansa kritisiert, diese Unternehmen hätten umfangreiche Vorteile, weil sie von ihren Heimatstaaten am Persischen Golf unterstützt würden.




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Dokument erstellt am 2012-10-08 19:15:06



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