Wien.

(sf) Die Zahl der Insolvenzen in Österreich ist in den ersten drei Quartalen um 0,6 Prozent auf 12.774 gestiegen. Bei Firmen gab es einen Anstieg, bei Privaten einen Rückgang, wie aus Daten der Creditreform hervorgeht.

Die Hauptursachen für das Scheitern der Unternehmen liegen in Managementfehlern und in der allgemeinen Wirtschaftslage. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Creditreform-Geschäftsführer Rainer Kubicki mit einem Anstieg der Gesamtinsolvenzen auf mehr als 6300 Unternehmen. Der Anstieg sei ein "Warnsignal" für Unternehmen, die sich noch mehr um ihre eigene Liquidität und Bonität kümmern sollten. In Tirol und Kärnten gab es die größten Rückgänge, in Burgenland, Vorarlberg und Niederösterreich waren deutlich mehr Unternehmen zahlungsunfähig.

Die höchste Insolvenzbetroffenheit herrschte in Wien - ebenso wie bei Privaten. Die Hauptursachen bei Privaten sieht die Creditreform im Umgang mit Geld, in Einkommensverschlechterungen sowie im familiären Bereich. Im Durchschnitt ist ein zahlungsunfähig gewordener Privater mit 80.000 Euro verschuldet.

Pro Tag schlittern in Österreich im Durchschnitt 43 Privatpersonen in die Zahlungsunfähigkeit, bei Firmen sind es täglich 25.